Entscheidung über Leben und Tod

Ja heute eine etwas härtere Lektüre *ggg* – dieses Thema hat selbst die Hexe erstmal umgehauen…

0309Benny12

Mein Benny – ein treuer Begleiter der 14 Jahre bei mir war – wollte gehen. Ich wusste es schon länger aber immer wenn ich dachte jetzt fahre ich zum Tierarzt ging es ihm wieder besser – naja ich dachte natürlich – gegen mein Fühlen – es geht ihm ja noch gut brauchen wir noch nicht fahren…

Er fing an beim Laufen umzufallen, er hat für 3 gefressen nahm aber nicht zu, ein Geschwulst das sein Vorderbein zierte machte mir dann nach der Diagnose vom Freund meiner Schwester (Tierarzt) noch mehr Bedenken. Ich fühlte mich in die Enge getrieben. Mein kleiner Bub hat so viel mit mir erlebt, er hat meine Ehe durchgestanden, er hat auf mein Kind aufgepasst schon bevor es noch geboren war, er hat sie nie aus den Augen gelassen und er war ein liebevoller treuer Begleiter den ich nie vergessen werde.

Nun gut ich hab meinen Mut gefasst und fuhr am 14.4.2014 zum Tierarzt. Am Sonntag davor bekam ich noch eine Tierkommunikation geschickt von meiner Freundin Ulrike welche meine Befürchtung nur noch mehr stärkte – mein kleiner Benny wollte gehen… Dann die Ent-Scheidung den Arzt aufzusuchen der Benny von klein an kannte, der uns durch seine Bandscheibenvorfälle begleitete, der uns Mut machte als er anfing beim Schlafen wegzukippen … er hatte immer ein aufmunterndes Wort, eine Hoffnung einen Weg im Ärmel den wir gehen konnten. Er untersuchte ihn sah das Geschwulst sagte ein Tumor, drückte ihn ab und wir fanden noch mehrere kleine Geschwülste an seinem Körper, er meinte auch so wie es sich zeigt von aussen, dürften die Tumore zwar gutartig sein da sie weich waren aber schon stark gestreut haben, er würde keine OP mehr machen er ist 15 Jahre alt und alles was wir tun würden wäre Qual für meinen Bub – so fühlte ich das auch. Zum ersten mal sah ich voller Hoffnung in die Augen des Arztes und merkte das sie leer waren. Da war keine Hoffnung mehr, er hat mir die Brücke gebaut meine Ent-Scheidung zu treffen und doch konnte ich es nicht. Ich nahm meinen Benny und fuhr zu meiner Mama, dort brach ich erstmal in Tränen aus. Nach einigem überlegen bat ich sie nochmal beim Arzt anzurufen ob ich nochmal kommen könnte und ich ent-schied mich beim 2. Anlauf ihn zu erlösen.

Wolfgang sah mich an und sagte nur er verstehe meine Entscheidung, und ich weiss das er diesen Weg mit mir nicht gegangen wäre wenn es irgendwo noch ein kleines Fünkchen Hoffnung gegeben hätte. Also bekam Benny seine Narkose, ich weinte wie ein Schloßhund, hielt Benny fest bis er eingeschlafen war, dann war er weg ich spürte meinen Bub nicht mehr… das Einschläfern an sich war nur noch dazu da um das Herz zum Stillstand zu bringen. Nun war es vollbracht – Benny war dort wo er hinwollte.

Neben der Tierkommunikation gab es noch andere Punkte die mich in die Ecke trieben das ich eigentlich gar nicht anders konnte als diese Entscheidung zu treffen. Ich hatte einen Traum: die Nacht bevor ich zum Arzt fuhr, waren wir alle an einem Ort, meine Mama, meine Schwester, meine Tochter, viele viele mehr und ich natürlich, und ganz viele Hundefreunde und mein Benny richtete an jeden sein Wort. An meine Mama, meine Schwester, meine Tochter und mich und dann sagte er er hätte nun keine Zeit mehr er müsse gehen und wünsche alle anderen alles gute und wir werden uns bestimmt das eine oder andere mal wahrnehmen und uns irgendwann wiedersehen… mit diesen Worten kehrte er uns den Rücken und sprang voller Freude und Euphorie über diesen Regenbogen bis er nicht mehr zu sehen war.

Ich sah den ganzen Tag das Bild von meinem Benny jung und frisch wie er rumsprang und spass hatte. UND die Zahl 14 bedeutet: Engel helfen Dir, Deine positiven Gedanken, Affirmationen und Visualisierungen zu realisieren – sie haben Benny geholfen zu gehen!

30.04.1999 – 14.04.2014

Ich hatte aber danach einen grauenvollen Tag. Das mein Bub nicht mehr da war war nicht das schlimmste – aber das ICH diese Ent-Scheidung getroffen habe. Ich fühlte mich als hätte ich ihn umgebracht. Ein Kampf zwischen Gewissen, Kopf und meinem Herzen begann… ich war am Boden zerstört und wollte am liebsten auch sterben. Mein Coco hat mir mit seiner Liebe gezeigt das er da ist das es gut war, und auch sein Verhalten das auf einmal viel ruhiger und gelassener war, er spielte wieder und war lustig … zeigte mir das es gut war.

Coci

Was meine Ent-Scheidung noch hemmte war die Tatsache das es da noch ein kleines Männlein gibt das ich in mein Herz geschlossen hab. Er kam zur Welt und hiess urpsrünglich Elton und irgendwie war er anders als die anderen Jackrussel – er wollte ein Bernhardiner werden… Ich wehrte mich gegen diesen kleinen Mann! A) ich wollte keinen Jacky, B) ich wollte keinen Welpen von Emely (die waren so schlimm *ggg*) C) wollte auch meine Mama mir keinen Hund geben und D) wollte ich sowieso keinen Hund mehr – hab ja noch Coco und Rambo mein Kater ist ja auch noch da UND  3 Hunde wollte ich schon gar nicht und einen weg damit ein neuer nachkommen kann geht doch gleich mal gar nicht. Tja in der Tierkommunikation kam raus das Benny diesen kleinen Knilch für uns ausgesucht hatte damit der Schmerz die Leere nicht allzugross ist… und als ich nach dem mein Benny ging zu meiner Mama zurückkam, drückte sie und meine Schwester mir den Hund in die Hand und meinten zu Michelle und mir  sie wünschen uns Frohe Ostern… Ich wusste dann erst nicht weinte ich vor Freude oder vor Schmerz oder warum und überhaupt… Und das lustigste – dieser kleine Knilch lief uns von Anfang an nach, wenn jemand fremdes kam versteckte er sich in den letzten Winkel den er fand, er sah Michelle oder mich kommen und er stand schon da… UND nun kommts – im April lösen sich die Spannungen auf die der Knall in der nacht von 31.3. auf 1.4. erschüttert hatte und ab Mai fängt sich an alles neu zu orientieren – und weisst Du was – im Mai zieht unser kleiner ERAGON bei uns ein – ja genau er heisst ERAGON 🙂

Der Staubsauger ist ein ganz schreckliches Ding – da versteck ich mich mal lieber 🙂

Kuck ich schau schon :)

Kuck ich schau schon 🙂

UND Eragon ist mein ERSTER Wuff der FREI ist unbeschadet und einfach ein kleiner lebhafter lustiger Wurm. Mein Benny war eine Nacht im Tierheim und wir holten ihn 1 Tag nach seinem Geburtstag heraus – kurzum Bennys 1. Geburtstagsgeschenk war die Abgabe im Tierheim. Er sah verwahrlost, dreckig und furchtbar aus. Nach und nach kamen wir dahinter das er wohl geschlagen worden sein musste da er extrem panisch reagierte wenn man bei seinen Pfoten was machte oder mit der Bürste kam. Mein Coco ein Findelhund den wir aus einem Wirtshaus holten, er war aus Ungarn gekommen wir bekamen ihn zwar mit angeblichen 9 Wochen (ich glaube er war noch gar nicht so alt) und waren schon die 4. Besitzer. Er musste Tag und Nacht im Garten verweilen während ein großer Schäferhund das Haus besetzte. SO hatte auch dieser seinen Knacks schon mitbekommen. Eragon ist der erste Welpe der zu uns kommt und KEINE Vorbelastung hat, wo ich kenne wo sein Ursprung herkommt. – Quintessenz: ich bin frei von meinen Altlasten 😀

Nun ja dessen nicht zu trotz es kamen noch einige Erkenntnisse: mein Benny kam 2000 zu uns, wir holten ihn aus dem Tierheim – er war nur eine Nacht dort aber er war ein Dreckklumpen und bewegungslos – ich wollte diesen Hund nicht. Mein Ex Mann meinte er oder keiner. Ich bin so froh über diese Tat damals – wir haben ihn gebadet und Benny fing zu leben an… er hatte so seine Macken aber die haben wir alle und doch war es ein wundervolles Tier. Er hat mich aus so manchen Löchern und depressiven Phasen gezogen… UND 2000 wollte ich ein Handarbeitsgeschäft übernehmen, hatte schon gekündigt und dann kam alles anders. Mein finanzieller Abstieg begann… 2011 als ich meine große Liebe erkannte wusste ich irgendwie das erst wenn mein Benny nicht mehr ist diese Liebe gelebt werden kann… und jetzt wo mein Bub ging spürte ich das sich auch alles andere wandelt. Meine Finanzen werden sich nun wandeln, ich bin viel ruhiger und gelassener und ich fühle wieder eine enorme Lebensfreude und Energie in mir – wohl hab ich die fehlende Energie von meinem Benny schon in mir gelebt um für ihn da zu sein…

Weiters hab ich erkannt, meine Oma sagte damals zu mir ich möge ihr versprechen wenn sie nicht mehr kann ich möge ihr helfen das sie gehen kann. Man darf das bei Menschen nicht ich war aber jung und verstand nicht und hab halt versprochen… Sie litt, sie konnte nicht mehr aber ihr Herz wollte einfach nicht aufhören zu schlagen und dann durfte sie endlich gehen. Heute erkannte ich das ich mein Versprechen eingelöst habe – aber anders als ich es gab. Ich habe es bei meinem Benny eingelöst was ich meiner Oma versprochen hatte und wie solls auch anders sein – meine Oma hat meinen Benny geliebt. Nun ist er bei ihr und die beiden werden viel Spass da oben haben 🙂

Die Moral von der Geschichte: man sagt so leicht ein Tier kann man erlösen… es stimmt sagt man kann man tut man … aber hat schon jemals wer nachgedacht was das für ein Gewissenskonflikt ist ein Tier zu erlösen? Es ist weit mehr als nur Erlösung – es ist auch ein Stückweit Mord dabei! Und die Frage die mir immer wieder in den Sinn kommt – mit welchen Recht entscheiden WIR Menschen über ein Leben oder den Tot?

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen entspannten Tag!

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